Geschichte
Samstag, 09. Oktober 2010 um 17:00
Am 8. August 1916 wurde in der Jugendwehr Höntrop-Vöde eine Fußballabteilung gegründet, die im Dezember 1916 als Ballspielverein 1916 Höntrop eigenständig wurde. Am 5. März 1926 fusionierte der Ballspielverein mit dem VfR Westenfeld-Höntrop zum heutigen SV Höntrop. Der VfR Westenfeld-Höntrop entstand im Jahre 1921 durch die Fusion der Vereine Sportverein 1919 Höntrop und Ballspielverein 1919 Westenfeld.
Im Jahre 1933 musste sich die Mannschaft erst im dritten Endspiel der Bezirksmeisterschaft dem FC Schalke 04 beugen und verpasste dadurch die Westdeutsche Meisterschaftsendrunde. Im gleichen Jahr wurden die Höntroper in die Gauliga Westfalen aufgenommen, wo sie 1934 und 1935 Vizemeister hinter Schalke 04 wurden. Am 21. Oktober 1934 gelang der Mannschaft ein 1:0-Sieg gegen Schalke auf deren Glückauf-Kampfbahn. In den späten 1930er Jahren fielen die Höntroper ins Mittelmaß zurück.
In der Saison 1938/39 folgte der Abstieg. Während der Saison wurde die Mannschaft für drei Spiele gesperrt - die Partien wurden mit 0:0 für die Gegner als gewonnen gewertet - da die Höntroper laut der Gauleitung die Spielberechtigung für den Spieler Sendrowski erschlichen haben soll. 1941 erreichte die Mannschaft nochmal die Aufstiegsrunde zur Gauliga, musste sich dort aber dem VfL Altenbögge geschlagen geben.
Zwischen 1949 und 1951 sowie von 1952 bis 1956 spielten die Höntroper noch einmal in der drittklassigen Landesliga. Den Sprung in die 1956 eingeführte Verbandsliga wurde um einen Punkt verpasst. 1972 rutschte der Verein bis in die Kreisliga hinab. Im Jahre 2009 stieg der Verein in die Bezirksliga auf und schaffte 2011 den Sprung in die Landesliga.
Donnerstag, 13. August 2009 um 22:55
In den ersten drei Spielzeiten der neu gebildeten Gauliga Westfalen gelang den Königsblauen einen Hattrick der besonderen Art: Jeweils an einem Karnevalssonntag sicherte sich Schalke 04 mit einem Sieg vorzeitig die Meisterschaft. Der Triumph am 3. März 1935 gegen den SV Höntrop bedeutete den zweiten Titel für Kuzorra, Szepan und Co.Die erste Meisterschaft in dieser Klasse, der noch zehn weitere in Serie folgen sollten, stand am 11. Februar 1934 nach dem 16. und drittletzten Spieltag fest. An dem Karnevalssonntag hatten die Schalker vor 10.000 Zuschauern bei der Arminia aus Bielefeld einen klaren 6:0 (4:0) Sieg gelandet und waren vom späteren Vize-Meister SV Höntrop nicht mehr einzuholen. Mit 16 Siegen, einem Unentschieden und lediglich einer Niederlage errangen die Knappen mit 33:3 Punkten bei 76:17 Toren die Westfalenmeisterschaft, der wenige Wochen später die erste Deutsche Meisterschaft folgen sollte.
Betrug der Vorsprung im Vorjahr noch satte zehn Punkte, so war es in dieser Saison 1934/35 sehr eng. Wieder erwies sich Höntrop als ärgster Verfolger der Knappen. So kam es am ersten Märzsonntag 1935 in Wattenscheid zu einem echten Endspiel. Die Schalker führten nach 15 ausgetragenen Partien mit 24:6 Punkten die Tabelle vor den Rothosen an (14 Spiele, 20:8 Punkte). Beide Teams trennten also nur zwei Minuspunkte.
Im Jahr der olympischen Spiele in Deutschland (1936) fiel der Karnevalssonntag auf den 23. Februar. Erstmalig sicherten sich die Knappen, weil der Spielplan es so wollte, in einem Heimspiel die Westfalenmeisterschaft. Beim 8:2 (4:1) gegen Preußen Münster erzielten Kalwitzki (4), Pörtgen (2), Kuzorra und Urban die Treffer. Am Ende hatte das Team von Trainer Hans "Bumbas" Schmidt zehn Punkte Vorsprung auf Germania Bochum (heute: VfL) und gar elf auf den SV Höntrop. Verpasst wurde hingegen der Hattrick bei den Spielen um die Viktoria. In der Vorschlussrunde war der Club aus Nürnberg vor 75.000 Zuschauern in Stuttgart um zwei Treffer besser. Im Spiel um den dritten Platz hatte Vorwärts Rasensport Gleiwitz aber beim 8:1 keine Chance gegen Schalke 04.
Quelle: 100 Jahre Schalke 04
















